Altwarp

Geografie

Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Siedlung Altwarp.

Altwarp liegt im äußersten Osten Mecklenburg-Vorpommerns, an der Seegrenze zur Republik Polen und ist damit der nordöstlichste Festlandspunkt Deutschlands. Das Gebiet um Altwarp bildet eine Halbinsel am Südufer des Stettiner Haffes, am schmalen Zugang zum Neuwarper See. 800 Meter südwestlich von Altwarp befindet sich das etwa 0,35 Hektar große Gewässer „Großes Moor“.

Die Landschaft am Haff ist waldreich. Neben dem Tourismus bestimmt die Fischerei und der Hafen das Geschehen im Ort.

Geschichte

1136 wurde Altwarp erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Das Wort Warp bedeutet so viel wie Ankerplatz. 1848 waren in Altwarp fünf Handelsschiffe beheimatet.

Von 1938 bis 1945 war die Gemeinde Truppenübungsplatz mit See-Luft-Schießplatz, kurzzeitig befanden sich hier auch Einheiten des Afrikakorps. Das gesamte Dorf musste geräumt werden, die Einwohner sind nach Neuwarp umgesiedelt worden. Nur einige Bedienstete der Wehrmacht blieben in Altwarp. In Altwarp befand sich neben drei Truppen-Barackenlagern auch ein Kriegsgefangenenlager als Außenlager des in Stargard in Pommern liegenden Stammlager für französische, belgische und sowjetische, später auch italienische Kriegsgefangene. 1944 wurden auch Einheiten der Wlassowarmee in Altwarp ausgebildet. Nach kurzer Nutzung im Mai/Juni 1945 durch die Rote Armee wurden die Lager 1946 bis 1947 als Quarantänelager für Flüchtlinge vor allem aus den tschechischen Kreisen Aussig und Reichenberg im Sudetenland genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten die Bewohner zurück. Ab 1952 war Altwarp wiederum militärischer Standort. Bis 1961 waren Teile einer Panzerdivision der NVA hier stationiert, danach eine Flugabwehr-Raketenabteilung und Einheiten der Luftverteidigung. Nach der Wiedervereinigung wurde der Standort 1991 aufgelöst.

Neuwarp

Nowe Warpno (deutsch Neuwarp) ist eine Stadt im Kreis Police der polnischenWoiwodschaft Westpommern. Sie ist zugleich Sitz einer Stadt- und Landgemeinde.

Zwischen Nowe Warpno und der deutschen Nachbargemeinde Altwarp bestand zwischen 1996 und 2010 eine Personenfährverbindung.

Nowe Warpno liegt nordwestlich von Stettin an der Landesgrenze zuMecklenburg-VorpommernDeutschland auf einer Halbinsel zwischenNeuwarper See und Stettiner Haff. Die Stadt ist über die Woiwodschaftsstraße 114 über Police (Pölitz) erreichbar.

Bahnanschluss besteht über das 16 Kilometer entfernte Trzebież (Ziegenort). In den Jahren von 1906 bis 1945 war Neuwarp Endstation der Randower Bahn, die von Stöven (Stobno) über Daber (Dobra), Hintersee und Rieth hierher führte.

Zum Stadtgebiet von Nowe Warpno gehören die bis 1945 selbständigen Dörfer und jetzigen Stadtteile Karszno (Albrechtshof) und Podgrodzie (Altstadt).

Stettiner Haff

Das Stettiner Haff (polnischZalew Szczeciński), auch Oderhaff und Pommersches Haff genannt, ein inneres Küstengewässer im Mündungsbereich von Oder und der Peene, ist das zweitgrößte Haff der Ostsee. Mit allen Nebengewässern hat es eine Ausdehnung von 903 km², eine Ost-West-Ausdehnung von 52 Kilometern und eine in nord-südlicher Richtung von 22 Kilometern. Das Stettiner Haff hat eine durchschnittliche Tiefe von 3,8 Metern. Die größten natürlichen Tiefen liegen bei 8,5 Metern, während die Fahrrinne zwischen Stettin (Szczecin) und Swinemünde (Świnoujście) 10,5 Meter tief ist.

Vogelschutzinsel Riether Werder

Erste urkundliche Nennung der Insel erfolgte im Jahr 1252.

Der Herzog Barnim I. von Pommern verschenkte die Insel neben vielen anderen Besitztümern dem Kloster Eldena. Der damalige Name war "Wozstro".

Die Insel wurde vom Wald befreit und bis in die jüngste Geschichte als landwirtschaftliche Nutzfläche von verschiedenen Besitzern genutzt.

1945 wurde der damalige Großgrundbesitzer der Insel enteignet und somit wurde die Fläche an 3 Neubauern aufgeteilt. Hauptsächliche Nutzung war der Anbau von Feldfrüchten und auch Viehzucht.

1958 versuchte man Milchkühe auf Riether Werder zu halten.

Allerdings gestaltete es sich schwierig die Kühe im Frühjahr und Herbst auf- und abzutreiben. Auch die Tierbetreuung in der Nacht, sowie das tägliche Melken und die Zusatzfütterung waren nicht gewährleistet.

Ab 1960 wurden nur noch bis zu 240 tragende Kühe untergebracht.

Bis 1962 war die Insel bewohnt.

1980 versuchte man die Futterversorgung durch Umpflug und Neuansaat von Gräsern zu verbessern. Anfang der 80er Jahre wurde ein neuer Deich angelegt. Ebenfalls wurde eine Pumpanlage, welche über ein Windrad betrieben wurde, gebaut.

Riether Werder hatte schon immer eine große Bedeutung als Vogelschutzinsel.

1960 verteilte sich eine Lachmöwenkolonie mit bis zu 1000 Nestern auf der ganzen Insel.

Die Insel ist, mit einer Größe von 82 ha, im Besitz von MV.

Riether Werder - Neuwarper See - Ahlbecker Binnendünen gehören zum FFH Gebiet.

Heute ist Riether Werder ein Naturschutzgebiet mit Betretungsverbot. Allerdings besteht Jagrecht.